Ich schloss die Augen. Machte sie wieder auf — er ist weg.
Gerade saß da noch ein kleiner Fink, der fröhlich piepend, zirpend, hüpfend auf einer alten Mauer pickte.
Ja dieser elende Reflex. Raubt uns Finken, raubt uns Welt.
Das nur damit unsere armen Sehorgane uns nicht im Kopf verdorren.
Leise Wellen rauschen unaufhörlich — flapp!
Möwen kreisen kreischend weite Runden — flapp!
Ihre Augen funkeln stark und keck und — flapp!
Die paar Worte und schon Klappe zu? Und kein einziges mal wurd bisher die Einstellung geändert. Perspektive immer gleich. Kopfkamera-Dogma sozusagen. Egoperspektive; ich — flapp!
Dieses ständige — flapp! Augen zu; geräuschlos meist.
Außer ab und an mal ein trockenes Schmatzen, wenn man Sie zu lange offen gelassen hat, oder der Orkan hineinblies.
Wie eine Tür, die Mal wieder geölt werden müsste — flapp!
Die Lieder unsrer Augen, rhythmisieren unsre Welt.
Ein Stro-bos-kop,
Sta-ca-to bunterbilder — flapp!
segm-ent- und frag-ment-iert den ewig dauerndn
Lauf der Dinge — flapp.
Was wir fassen zwischendrin,
zwischen Dunklen feuchten Pausen,
Das ist nicht mehr
als unser ganzes Leben.
Und die Einheit dessen,
kleinste Entität ist der Moment.
Doch dieser — frei von flapp und feuchter Schwärze,
kann in jedem Leben oft mals ewig währen.